Definition des Kondensationspunktes

Der Kondensationspunkt ist der Punkt, ab dem ein Stoff kondensiert, das heißt vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand übergeht. Er ist abhängig von der Luftfeuchtigkeit, dem Umgebungsdruck und der Temperatur.

Beim Rauch- und Wärmeabzug ist der Umgebungsdruck als Faktor zu vernachlässigen, da man in Betriebsstätten vom einfachen atmosphärischen Druck ausgehen kann, der nicht nennenswert variiert. Hier sind die Größen Luftfeuchtigkeit und Temperaturunterschied zwischen innen und außen relevant, zu der die Größe Luftwechsel / Std. dazu kommt.

Je höher der Temperaturunterschied zwischen Halleninnentemperatur und Außentemperatur, je eher wird der Kondensationspunkt erreicht. Die Luftfeuchtigkeit wird von der jeweiligen Nutzung der Betriebsstätte beeinflusst. So herrscht beispielsweise in Lebensmittelbetrieben, in denen Kochprozesse stattfinden, eine hohe Luftfeuchtigkeit, die das Kondensieren an der Decke und
den RWA Systemen beschleunigt. Ein hoher Luftwechsel / Std. durch intensive Lüftung verringert die Luftfeuchtigkeit und beeinflusst somit den Kondensationspunkt zum Positiven.

Kondensat in PC-Mehrstegplatten

Polycarbonat ist ein hygroskopischer Werkstoff, der Diffusion von Wasserdampf durch das Material zulässt. Abhängig von dem Feuchteanteil und der Temperatur inner- und außerhalb der Gebäude kann in den Kammern zumeist temporär begrenzt Kondensat anfallen, das die Qualität der Verglasung aber nicht berührt.

Kondensat auf Isolierglasscheiben

Die Luft hat die Fähigkeit Feuchtigkeit zu binden. Vor allem im Frühjahr und im Herbst kann es daher zu Kondensatbildung auf der Außenseite von Isolierglasscheiben kommen, wie sie im RWA Typ FIREFIGHTER eingesetzt werden. Damit dieser Effekt eintreten kann, muss die Oberfläche des Isolierglases kälter sein als die an sie angrenzende Luft. Wird an der ausgekühlten Glasoberfläche der Taupunkt der Luft unterschritten, bildet sich Tauwasser und die Scheiben beschlagen. Das die Temperatur an der Außenscheibe am Morgen niedriger ist, als die angrenzende Luft, ist der sehr guten Wärmedämmung der Isoliergläser zu verdanken. Diese führt zu einem geringeren Wärmedurchgang. Hierbei gilt – Je kleiner der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert), desto geringer wird die Außenscheibe von innen erwärmt. Sobald nach kalten Nächten die ISO-Scheibe durch die Sonneneinstrahlung erwärmt wird, bildet sich das Kondensat zurück und man kann wieder durch eine klare Scheibe sehen.