Shedverglasung

Für Shed-Konstruktionen bieten wir die Verglasung an. Auch hierbei setzen wir auf die Vorteile von Stegmehrfachplatten. Dabei setzten wir bedarfsbezogen Platten in einer Stärke von 16 mm bis 60 mm ein. Bei Verwendung eines Nut-Feder-Systems, das wir auch bei transluzenten Fassaden einsetzen, ist eine sprossenlose Verglasung möglich. NRWG und Lüftungsgeräte können problemlos ins Shed integriert werden. Die leichten PC-Mehrstegplatten führen zu einer deutlichen Entlastung der Statik, die bei älteren Dächern von Bedeutung ist, wenn diese zur Energiegewinnung genutzt werden sollen. Der signifikanteste Vorteil liegt jedoch in der Energieeinsparung durch deutlich verbesserte U-Werte. Die folgende Beispielrechnung soll dies verdeutlichen.

Berechnungsbeispiel zur Betriebskosteneinsparung

Bei einem Sanierungsobjekt wurden bei 10 Sheds insgesamt 340 Drahtglas-Scheiben im Format 0,825 m * 2,6 m gegen 40 mm Mehrstegplatten mit Nut-Feder-System ausgetauscht. Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) bei einer Einfachverglasung von 7 mm Drahtglas liegt bei ca. 6,0 W/m²K. Die eingebauten 40 mm Mehrsteg-PC Platten vom Typ 2540-7 erreichen hingegen einen U-Wert von 1,1 W/m²K.

  • Gewichtsvorteil entlastet die Statik
  • Blendfrei bei Einsatz von opal, softlite oder Lumira® gefüllt
  • Hohe Wärmedämmwerte (U-Wert) bis 0,71W/m²K ohne Lumira® und 0,54W/m²K mit Lumira®
  • Beim Nut-Feder-System sprossenlose Verglasung möglich
  • Hoher Schalldämmwert bis 27 dB (System 2560-12)
  • Brandklasse B-s1, d 0 (B-s2,d0 bei opal) nach EN13501
  • Effektiver UV-Schutz der Platten durch Koextrusion
  • Problemlose Integration von NRWG und Lüftungsgeräten
  • Kostengünstige Alternative zu Glas

Daraus ergibt sich folgende Rechnung:

Wärmeverlustleistung Q (kW) = Fläche (m²) * U-Wert (W/m²K) * Temperaturunterschied ∆t (k)

Fläche: 340 Scheiben à 0,825 m * 2,6 m = 729,3 m²

Temperaturunterschied ∆t:

∆t gibt den Temperaturunterschied zwischen dem Gebäudeinneren und der Außenluft an. Wird eine Halle im Arbeitsplatzbereich auf 20°C aufgeheizt, bildet sich bei aufsteigender Wärme unter dem Hallendach in Abhängigkeit von der Hallenhöhe eine Temperatur von ca. 35C°. In Deutschland ist die Heizgrenze bei einer Aussentemperatur von 15°C angesetzt.
Durchschnittliche Aussentemperatur für die Heizperiode = 8,34°C (mittleres Temperaturmaximum) + 2,11°C (mittleres Temperaturminimum) / 2 = 8,45°C.

∆t = 35°C – 8,45°C = 26,55°C = 26,55 K

Für Drahtglas:

Q = 729,3 m² * 6,0 W/m²K * 26,55 k = 116.177 W = 116,18 kW

Für das 40 mm Nut-Feder-System:

Q = 729,3 m² * 1,1 W/m²K * 26,55 k = 21.299,20 W = 21,30 kW

Differenz = 116,18 kW – 21,30 kW = 94,88 kW

Ermittlung der Heizdauer:

Aus der Heizgrenze ergibt sich eine Heizperiode von September bis Mai mit 273 Heiztagen.

273 Heiztage / 7 x 5 = 195 Heiztage an Arbeitstagen

Berechnung des Wärmeverlustes auf Jahressicht:

94,88 kW * 8h * 195 Heiztage = 148.013 kWh

Unterer Heizwert Flüssiggas ~ 12,87 kWh/kg

                                      Erdgas ~   9,06 kWh/m³

                                      Heizöl  ~ 10,05 kWh/Liter

Einsparung an Heizöl:

148.013 kwh ÷ 10,05 kWh/Liter = 14.728 Liter Heizöl

Einsparung an Erdgas:

148.013 kwh ÷   9,06 kWh/m³   = 16.337 m³ Erdgas

Einsparung an Flüssiggas:

148.013 kwh ÷ 12,87 kWh/kg    = 11.501 kg Flüssiggas