Dachanbindung

Je nach Beschaffenheit der Dachkonstruktion sowie den Einsatzbedingungen wird eine entsprechende Materialauswahl sowie eine Anbindungsvariante und eine Wahl der Bauhöhe getroffen. So müssen Einzelgeräte auf einem Flachdach auf einen Sockel gesetzt werden. Auch Oberlichter werden auf eine Zarge gesetzt, die aufgrund ihrer Länge in festgelegten Abständen mit Versteifungsstreben ausgelegt wird. Geräte, die beispielsweise in ein Sheddach oder auf dem First eines Satteldaches montiert werden, bekommen hingegen eine Anbindung über Flansche wie unten beschrieben.

Einbau über EUROSOCKEL / EUROZARGE

Bei den Sockeln unterscheidet man generell zwischen dem EUROSOCKEL, auf dem ein Gerät Platz findet, und der EUROZARGE für Lichtbänder und integrierte Geräte. Der Aufbau der Sockel und Zargen ist so gewählt, dass außen eine 80 mm starke Isolierung angebracht werden, und die Eindichtung mit Folie, Bitumen-Schweißbahnen oder mit Blech durch einen Dachdecker erfolgen kann. Die Sockelhöhe von EUROSOCKEL und EUROZARGE beträgt standardmäßig 350mm. Je nach Einbauart unter Beachtung der wasserführenden Dachebene sind jedoch Sockelhöhen zwischen 150 mm und 500 mm möglich.

 

Ausführungen:

Bei der Montage von Aufsatzzargen bei Oberlichtsystemen gibt es je nach Bauart bzw. nach den statischen Berechnungen folgende Ausführungen:

  • Freitragend – Die Aufsatzzarge liegt auf der Unterkonstruktion nur auf zwei Punkten.
  • Selbsttragend – Die Aufsatzzarge wird auf der gesamten Länge von der Unterkonstruktion getragen.

Die EUROSOCKEL werden in der Regel immer selbsttragend auf der gesamten Länge von der Auswechselung getragen.

EUROSOCKEL und die EUROZARGE sind mit einem umlaufenden Fuß-Flansch in 150 mm Breite zur problemlosen Befestigung auf der Unterkonstruktion gefertigt.

Das Dachanbindungssystem vom Typ EUROSOCKEL gibt es in einer Schraub- oder Steckkonstruktion, wobei die Steckkonstruktion nur bei der selbsttragenden Ausführung eingesetzt werden kann. Wegen der Stabilität wird die EUROZARGE für Lichtstrassensysteme nur in geschraubter Variante eingesetzt.

  • Individuell an jede Dachform anpassbar
  • Stabil gegen Wettereinflüsse
  • Nicht brennbar im Rahmen des „vorbeugenden Brandschutzes“ 
  • Verschiedene Höhen erhältlich
  • Je nach statischen Anforderungen in verschiedenen Materialstärken lieferbar
  • In gelaschter, verschraubter oder geschweißter Ausführung
  • Je nach Ausführung wärmegedämmt bis hin zu thermisch getrennt
  • Einbau direkt auf Binder-Pfettenkonstruktion
  • Einfache Montage, da keine zusätzlichen Einfassrahmen erforderlich
  • Individuelle Farbgebung durch Pulverbeschichtung möglich

Profilarten

Sockel-Profil einschalig

EURO-SOCKEL / ZARGE einschalig

Sockel-Profil einschalig abgeschrägt

EURO-SOCKEL / ZARGE einschalig abgeschrägt

Sockel-Profil ISO – wärmegedämmt

EURO-SOCKEL / ZARGE ISO – wärmegedämmt

Sockel-Profil THERMO – thermisch getrennt

EURO-SOCKEL / ZARGE THERMO – thermisch getrennt

Materialien:

Zur Abdeckung der vielfältigen Einbauvarianten haben sich die einschalig gekanteten Aufsatzzarge / Sockel in senkrechter oder abgeschrägter Form über Jahre bewährt. In der Standardversion ist das Dachanbindungssystem aus sendizimirverzinktem Stahlblech hergestellt. Bei erhöhten Material-anforderungen steht auch eine Aluminium-Konstruktion zur Verfügung.

EUROSOCKEL einschalig –  sendizimirverzinktes Stahlblech gelascht
Alternativ –  sendizimirverzinktes Stahlblech verschraubt

–  Aluminium AlMg3 gelascht
–  Aluminium AlMg3 verschraubt
–  Aluminium AlMg3 verschweißt

doppelschalig –  Aluminium AlMg3 gelascht
–  Aluminium AlMg3 verschraubt
–  Aluminium AlMg3 verschweißt

 EUROZARGE einschalig  –  sendizimirverzinktes Stahlblech verschraubt

Alternativ  –  Aluminium AlMg3 verschraubt
doppelschalig  –  Aluminium AlMg3 verschraubt

Die Materialstärken werden den statischen Erfordernissen entsprechend objektbezogen ausgeführt.

Einbaubeispiele:

NRWG auf EUROSOCKEL einschalig gerade (Dämmung Bauseits)

NRWG auf EUROSOCKEL ISO – doppelschalig und wärmegedämmt

NRWG auf EUROSOCKEL THERMO – thermisch getrennt

EUROLIGHT-Lichtband auf einer EUROZARGE einschalig schräg

Einbau über Flansch

Beim Einbau der Geräte beispielsweise in Sheddächern, auf Satteldächern oder in senkrechter Einbaulage können die Geräte aufgrund der Einbausituation direkt an das Dach angebunden werden. Hierzu stehen für die unterschiedlichen Dachtypen fünf verschiedene Flanschvarianten zur Verfügung. Ist die Anbindung mit keinem dieser Varianten möglich, sind auch Sonderkonstruktionen (auf Anfrage) realisierbar.

F1 – Einsatz in Verglasung

F2 – Einsatz unter Profildach

F3 – Einsatz auf Profildach

F4 – Direkteinklebung

F5 – Einsatz auf Sockel